Leitartikel
von Patrizia Pesenti Vorsteherin des Gesundheitsund Sozialdepartements
Harte Zeiten, nicht nur im Gesundheitswesen. Schwierige Zeiten, um
Neuerungen vorzuschlagen und neue Wege zu ersinnen. Dies ist aber
dennoch der beste Zeitpunkt, da die Dringlichkeit der Änderungen
spürbar ist. Das Gesundheitssystem ist festgefahren, schnaubt, läuft
leer, hat eine Eigendynamik entwickelt, und alle spüren es: Handeln tut
Not. Es gibt jedoch keine einfachen Lösungen. Aber neue Wege, neue
Ideen, die man den Mut haben muss, entschlossen zu unterstützen, zu
einem Zeitpunkt, zu dem viele erschöpft sind, vor allem wer im
Gesundheitswesen tätig ist.
Dies ist was wir - hier und jetzt -
zusammen mit Ihnen tun. Eine elektronische Gesundheitskarte löst nicht
alle Probleme des Gesundheitssystems. Sie stellt aber einen Anfang dar.
Den Anfang eines Projekts, dank dessen die Hoffnungen der Wahrung der
hohen Qualität unseres Gesundheitssystems auf ein kleines Objekt (eine
plastifizierte Karte mit Mikrochip) konzentriert werden können, zu
Kosten, die uns nicht ... krank machen. Dieses Projekt führt die neuen
Informationstechnologien ins Gesundheitswesen ein, auf durchdachte aber
vor allem mit anderen mitgetragene, teilnehmende Weise. Ein Projekt,
welches vorschlägt, und nicht vorschreibt. Ein Projekt, welches wir
gemeinsam aufbauen, weil wir die gesundheitliche Sicherheit jedes
Bürgers wahren wollen, jedoch auch das Recht jedes Einzelnen auf den
Schutz der persönlichen Daten. Die Gesundheitskarte wird uns helfen,
auf vernünftige und sparsame Weise die zur Verfügung stehenden
Ressourcen einzusetzen. Die Ideen dazu sind schon vorhanden. Erneuern
bedeutet, diesen die Möglichkeit zu geben, sich in eine neue Art der
Weitergabe der Gesundheitsinformationen zu wandeln, in eine neue
Sprache, welche den Patienten in den Mittelpunkt stellt.