Es handelt sich um zwei Karten...
Die Versuchsphase sieht die Gesundheitskarte vor… welche, auf Grund internationaler Standards, die Möglichkeit bietet, medizinische Notfalldaten zu speichern: Allergien, Impfungen, Therapien mit Medikamenten, Auflistung der wichtigsten gesundheitlichen Vorfälle.
… und diejenige der Gesundheitsexperten: die im Gesundheitsbereich arbeitenden Personen verfügen über eine Karte, welche diejenige des Patienten ergänzen wird. Neben der Identifizierung der im Gesundheitswesen tätigen Person erlaubt diese Karte, immer mit ausdrükklicher Genehmigung des Patienten, sowohl auf die geschützten Daten Zugriff zu nehmen, als auch die Daten zu ändern und auf den neuesten Stand zu bringen.
Die Etappen der Einführungum zwei Karten...
Die im November 2004 begonnene Versuchsphase wird daher nur ein erster Schritt sein. Jede neue Technologie braucht nämlich relativ lange, bevor sie korrekt angeeignet und genutzt wird. Die Gesundheitskarte bildet dabei keine Ausnahme. Die Informatikkenntnisse der meisten im Gesundheitsbereich tätigen Personen sind heutzutage begrenzt, und nicht immer ist der Patient im Stande, die ihn betreffenden Informationen aufzunehmen. Erfahrungen haben gezeigt, dass die Einführung des Informatiksystems für die Verwaltung der Patientendossiers zeitaufwändig war: im Durchschnitt vergingen 10 bis 15 Jahre, bis es wirksam eingesetzt werden konnte. Dieser Zeitraum könnte kürzer sein, wenn man bedenkt, dass die Lösung der Karte mit Mikrochip für die Patienten keine absolute Neuigkeit darstellt. In verschiedenen Bereichen wird sie nämlich schon mit Erfolg eingesetzt: man denke etwa an die Banken (Bankomat und Kreditkarten) und die öffentlichen Verkehrsmittel (BUScard).Genehmigung des Patienten, sowohl auf die geschützten Daten Zugriff zu nehmen, als auch die Daten zu ändern und auf den neuesten Stand zu bringen.
Die Eckdaten zum Versuch
Wo
Ballungsraum Lugano
Wann
ab 8. November 2004, über einen Zeitraum von 18 Monaten
Patienten
max. 2'500 freiwillige, von den am Versuch teilnehmenden Ärzten einbezogene, Patienten
Etwa 600 im Gesundheitsbereich tätige Personen, in den folgenden verschiedenen Strukturen:
- 40 Apotheken
- 33 Arztpraxen
- 7 Spitäler
- 1 Notfalldienst
- 1 Spitex
Partner im Gesundheitswesen
- Associazione Cliniche Private Ticinesi (Vereinigung der Tessiner Privatkliniken)
- Associazione dei Pazienti della Svizzera Italiana (Patientenvereinigung der italienischen Schweiz)
- Associazione Romanda e Ticinese dei Direttori degli Istituti di cura per persone anziane (Welschschweizerische und Tessiner Vereinigung der Direktoren der Alters- und Plegeheime)
- Ente Ospedaliero Cantonale (Kantonaler öffentlicher Spitalverbund)
- Federazione Cantonale Ticinese Servizi Autoambulanze (Kantonale Tessiner Vereinigung der Ambulanzdienste)
- Ordine dei Farmacisti del Cantone Ticino (Kantonale Apothekergesellschaft Tessin)
- Ordine dei Medici del Cantone Ticino (Kantonale Aerztegesellschaft Tessin)
- Servizi di assistenza e cura a domicilio (Spitex-Organisationen)
- Assicuratori malattia svizzeri (Schweizerische Krankenversicherer)
- Dipartimento Sanità e Socialità (Gesundheits- und Sozialdepartement)
Andere Partner
- SSFS – Scuola superiore di formazione sanitaria (Stabio) (Höhere Gesundheitsfachschule, Stabio)
- TRÜB AG – Auf die Produktion von Karten mit Mikrochip spezialisierte Firma
- SWISSCOM - Swisscom IT Services stellt die Informatik- Infrastruktur zur Verfügung und garantiert dessen Betrieb
Anerkennungen
- AWARD e-Healthcare CH 03 für besondere Neuerungen im Bereich der neuen Informationstechnologien im Dienste des Patienten.